
![]() |
Nach wenigen
Autostunden erreichen wir am frühen Abend Vezelay in Burgund, im
Mittelalter ein bedeutendes Kloster, Wallfahrtsort und wichtige Etappe
auf dem Jakobsweg.
Ein originelles Schild weist uns den Weg zum Atelier eines Malers und Bildhauers, der uns in historischem Gemäuer ein Zimmer anbietet. |
![]() |
|
![]() |
In der Basilika Sainte-Madeleine,
in der Bernhard von Clairvaux am 31. März 1146 zum zweiten Kreuzzug
aufgerufen hat,
beeindrucken uns die Pfeilerkapitelle mit ihren Motiven. (Links die "Mystische Mühle", rechts "David und die Amalekiter". |
![]() |
|
![]() |
Auf unserem Weg in die
Bretagne machen wir auch Halt in Bourges mit seinem gotischen
Dom. Die alten Kirchenfenster interessieren uns ebenso
wie die alte astronomische Uhr mit Mondphasen und 24-Stunden-Ziffernblatt. |
![]() |
|
![]() |
Zwei Tage quartieren
wir uns auf einem umgebauten Bauernhof bei Laval ein. Von dort
aus besuchen wir Fougères, die historische Festung an der Grenze
zwischen der Bretagne und dem alten Frankreich.
Obwohl die alten Türme uneinnehmbar wirken, wurde die Stadt doch einige Male erobert - oft durch List und Verrat. |
![]() |
|
![]() |
An den alten Mauern
haben sich interessante Pflanzen wie der
Streifenfarn (Asplenium
trichomanes) niedergelassen.
In der gotischen Kirche St-Sulpice findet man das alte Wappen der Bretagne (mit den Hermelinmotiven). |
![]() |
|
![]() |
Den berühmten Mont
St-Michel sehen wir nur aus der Ferne - die Autolawine der
Touristenmassen läßt uns die Flucht ergreifen.
Statt dessen besuchen wir Cancale, das Zentrum der bretonischen Austernzucht. Hier kann man Austern nicht nur fangfrisch kaufen, sondern auch gleich verzehren. |
![]() |
|
![]() |
Vitré gilt als
die schönste historische Stadt der Bretagne. Wie in Fougères beeindruckt
uns
die gewaltige Festung mit ihren Türmen und Mauern.
Aber auch die engen Gassen mit ihren schiefen Häusern laden zum Schlendern ein. |
![]() |
|
![]() |
In St. Antoine, 10 km
nördlich von Morlaix finden wir unser endgültiges Quartier.
Von hier aus besuchen wir häufig unseren Lieblings-strand "Lieue de Grève", wo wir den Surfern und Strandseglern zuschauen oder zwischen Ebbe und Flut am kilometerlangen Strand Muscheln suchen. |
![]() |
|
![]() |
Die Rundfahrt zu den
umfriedeten bretonischen Friedhöfen, "Enclos Parroissiaux",
ist eine Fahrt zurück in vergangene Jahrhunderte.
Die düsteren Granitfiguren auf dem Calvaire von St. Thégonnec sind Zeugnis bäuerlicher Frömmigkeit. |
![]() |
|
![]() |
Auch in Guimiliau
gibt es einen Kalvarienberg mit mehr als 200 Figuren - ebenso in Lampaul.
Irgendwie passt das Wetter zu der Karfreitagsstimmung:
Als wir später am Roc Trévezel (384 m), einem der höchsten Berge der nördlichen Bretagne wandern wollen, regnet es in Strömen. |
![]() |
|
![]() |
Ein halbe Stunde
später sind wir in Huelgoat, einem der schönsten Orte der
inneren Bretagne. Vom Dorf aus, das von einem kleinen See und dichten
Wäldern umgeben ist,
wandern wir durch das berühmte Felsenmeer mit so geheimnisvollen Plätzen wie "Grotte du Diable" und "Grotte d'Artus". |
![]() |
|
![]() |
Einige Tage später
besuchen wir Brest mit seinem berühmten Meerwasseraquarium, Océanopolis. |
![]() |
|
![]() |
Die Kathedrale
St-Tugdual in Tréguier mit ihrem Kreuzgang und den auf ihren
Gräbern ruhenden Rittern beeindruckt uns durch ihre astreine
Gotik.
Hier ist auch St-Yves, der hl. Ivo, Schutzpatron der Juristen begraben. Im Trésor kann man noch seinen Schädel sehen. |
![]() |
|
![]() |
Dann erreichen wir am
"Pointe du Château" den nördlichsten Punkt der
Bretagne. Hier finden wir auch das berühmte "Haus zwischen den
Felsen".
Im Früh-Sommer brüten hier zu Tausenden Möven, Lummen und Papageitaucher. Jetzt sehen wir vereinzelt Baßtölpel im eleganten Segelflug auf dem Weg nach Süden. |
![]() |
|
![]() |
Rostroter Granit in bizarren oder eleganten Formationen, türkisblaue Buchten, tosende Brandung, der Schrei der Möven und eine Aussicht bis zur Insel Guernsey begleiten uns auf unserer Strandtour. |
![]() |
|
![]() |
Angenehm überrascht
sind wir vom Klima, das wir in der Bretagne vorfinden. Gezeiten,
Wind und Regen erinnern uns an die Nordsee - Pinien, Sonne und Wärme
eher ans Mittelmeer.
Kein Wunder, daß wir neben Obst, Mais und vielen Gemüsesorten vor allem Felder mit Artischoken finden. |
![]() |
|
![]() |
An einem der letzten
Urlaubstage wandern wir von St-Jean-du-Doigt auf einem alten
Schmugglerpfad die Steilküste entlang. Der schmale Weg ist teilweise recht steil und folgt
jeder Bucht.
Wir begegnen nur wenigen Wanderern; unter uns, auf den Klippen in der Bucht, sehen wir Kormorane und Mantelmöven. |
![]() |
|
![]() |
Obwohl der Sommer schon
fast vorbei ist, blühen am Weg noch manche Pflanzen. Der Meerfenchel
wagt sich bis zur Brandung vor,
das Heidekraut hat seine Blütezeit gerade erst erreicht. |
![]() |
|
![]() |
Die blaue Jasione
ist eng verwandt mit der Taufelskralle,
während das Tausendgüldenkraut zu den Enziangewächsen gehört. |
![]() |
|
![]() |
Am Ende unseres Urlaubs
steht fest: Wir kommen wieder - vielleicht einmal an Pfingsten.
Dann werden wir wieder zwischen Ebbe und Flut den Spülsaum erforschen und über der Brandung den Flug von Baßtölpel und Seeschwalbe verfolgen. |
![]() |

Abend in der Bucht von Morlaix
(links "Château du Taureau", rechts "Port Terenez")