Ein Wochenende auf der Black Forest Lodge

Mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis wir uns auf einen Termin für ein gemeinsames Wochenende einigen konnten. Schließlich hat es doch geklappt und Mitte Juli treffen wir uns bei Sarah Braun auf der Black Forest Lodge, um Harrys Geburtstagsgeschenk umzusetzen.

Igelsberg, eine Gemeinde mit 250 Einwohnern, liegt auf 750 m Höhe unweit der Schwarzwaldhochstraße etwa 10 km nördlich von Freudenstadt. Schon bei der Anfahrt erfreut uns die offene, sonnige Lage des Dörfchens. Hier betreibt Sarah Braun seit einigen Wochen eine schicke Pension mit 12 hellen, modernen und individuell gestylten Zimmern. Zum Auftakt fahren wir am Abend ins nahe gelegene Klosterreichenbach, wo wir im Landgasthof Schützen hervorragend und preiswert zu Abend essen.

Nach einem reichlichen Frühstück in der Lodge ist am Samstag Wandern angesagt. Wir besuchen zunächst das Nationalparkzentrum am Ruhestein und wandern von hier aus vorbei am Wildsee zur Darmstädter Hütte.

Nach einem kurzen Abstecher zum Mummelsee informieren wir uns auf dem Lotharpfad, wie die Natur seit dem verheerenden Sturm „Lothar“ von 1999 die zerstörten Waldflächen wieder zurück erobert hat.
Am Sonntagmorgen wandern wir noch entlang der Nagoldtalsperre und beenden unser Wochenende mit einem „Hugo“ im Restaurant Jägerhof Kropfmühle.

Auf dem Eis vor der Reichenau

Trotz Klimakatastrophe und Erderwärmung war auch in diesem Jahr wieder das Eis auf dem Untersee gefroren. In der Bucht zwischen dem Kloster Hegne und der Reichenau waren hunderte Spaziergänger unterwegs, um das Eis, die Kälte, die frische Luft und den speziellen Flair einer „kleinen“ Seegfrörne zu geniessen.

Mit dem Zeppelin über den Bodensee

Ein kurzes Brummen der beiden Motoren, ein leichtes Vibrieren der Gondel und mühelos wie ein Kinderballon steigt das Luftschiff nach oben. Schon sieht man den mächtigen Hangar der Zeppelinwerft unter uns kleiner werden und in wenigen Sekunden erreichen wir unsere Reisehöhe von 300 m über Grund. Mit der Höhe lockert sicht auch die Spannung unter den 14 Passagieren, die sich nun frei in der Kabine bewegen dürfen. Über die Promenade von Friedrichshafen gleitend öffnet sich der Blick auf den See und die Bregenzer Bucht bis hin zum Schweizer Ufer. Nach Süden hin präsentiert sich uns ein umwerfendes Alpenpanorama – noch liegt viel Schnee auf den Gipfeln, die in der Frühlingssonne blinken und blitzen. Die Stimmung an Bord ist locker und gelöst, fast wie bei einem Betriebsausflug.

Inzwischen hat der Pilot, dem man fast hautnah über die Schulter schauen darf, Kurs auf Konstanz genommen. Wir überqueren die Imperia, das Konzilsgebäude und die Altstadt und gleich darauf folgen wir dem Lauf des Rheins entlang der Insel Reichenau. Minuten später überqueren wie Stein am Rhein; mühelos ist von oben die Klosterinsel Werd und der alte historische Kern der Stadt zu erkennen. Dann sind wir auch schon in Schaffhausen und am Umkehrpunkt unseres Fluges: In engem Bogen umkreisen wir den Rheinfall und nehmen wieder Kurs auf Friedrichshafen.

Und während uns die Copilotin, Stewardess und ortskundige Reiseführerin in Personalunion, einen Prosecco spendiert, überqueren wir Singen und den Hohentwiel – am Horizont begleitet von den Vulkanbergen des Hegaus. Über Radolfzell mit der Mettnau, den Bodanrück und die Blumeninsel Mainau erreichen wir wieder den Obersee, wo Meersburg, die Haltnau und Schloß Kirchberg grüßen. Dann heisst es wieder „Platz nehmen“ und „Anschnallen“ und dank seiner genialen Schwenkpropeller landet unser Zeppelin NT – so schnell wie er aufgestiegen ist –  wieder sicher neben dem Hangar in Friedrichshafen.

Vielen Dank an Mo und Ma, Phi und Ti, die mir mit diesem Flug ein unvergessliches Erlebnis geschenkt haben.

www.zeppelinflug.de